Aus zwei Gründen überlegen besorgte Eltern, ihre Kinder in eine Kampfkunstschule zu schicken: Raufbolde sollen sich austoben können und zugleich lernen, ihre Energien zu disziplinieren und schüchterne Kinder, die zum Prellbock der anderen auf dem Schulhof werden, sollen lernen sich zu behaupten.
Für beide ist dies generell eine gute Idee!
Tai Chi Chuan unterschiedet sich hier auf den ersten Blick sehr von Karate, Taekwondo, Judo oder sogar auch Aikido.
Denn im Training gibt es nur wenig kämpferische Begegnungen, noch weniger werden direkte 'Anwendungstricks' geübt, um auf diesen oder jenen körperlichen Angriff mit angelernter Technik zu reagieren.
Tai Chi Chuan ist eine Innere Kampfkunst und mit ihr soll Innere Stärke entwickelt werden - Wie zeigt sich Innere Stärke? Körperlich z.B. als Entspanntheit, Lockerheit, sicherer Stand, Flexibilität, Ausdauer.
Die innere Stärke des Geistes zeigt sich, wenn jemand sicher 'seinen Standpunkt' vertreten kann, sich nicht 'aus der Ruhe bringen' lässt durch Provokation oder Ablenkungen, wenn man 'locker drauf' bleibt - auch wenn man 'dumm angemacht wird', wenn man weiss, wie man einen Streit vermeiden oder schlichten kann.
In der Partnerübung erfahren die Kinder Freude an den eigenen Stärken und Fähigkeiten, aber auch Verantwortung für den anderen - und sie lernen, dass es am besten 'klappt', wenn sie ihre Übungspartner nicht als Gegner sondern als Mitspieler begreifen.
Wir nutzen die Kraft desjenigen, der uns angreift, um zu einer friedlichen Lösung zu kommen. Und: Am stärksten sind wir gemeinsam!
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